Dennis Knecht, Customer Success Mentor der DL Career Advisory, über die Formel hinter wirkungsvollem Storytelling

Am letzten Inspiration Day hat unser Customer Success Mentor Dennis Knecht etwas gemacht, das die meisten nicht erwartet haben.

Er hat einfach angefangen zu erzählen.

Kein Foliensatz, keine Theorie. Eine Geschichte aus seinem Urlaub in Thailand. Und dann hat er gezeigt, was darin steckt.

Die Geschichte

Dennis war diesen Winter drei Wochen in Thailand. Mit einer Gruppe von acht Menschen, sechs Personen auf engem Raum, vier davon im gleichen Zimmer.

Normalerweise ein Rezept für Erschöpfung. In der Vergangenheit hat ihn genau das ausgelaugt. Diese Gruppenkonstellationen, bei denen man irgendwann flüchten muss, alleine spazieren gehen, einfach weg.

Diesmal war es anders.

Am letzten Abend sitzen alle acht am Tisch, Blick aufs Meer, Sonnenuntergang, feines thailändisches Essen. Dennis ist komplett im Gespräch versunken. Nach einer Stunde, vielleicht anderthalb, hält er kurz inne. Und spürt: er ist dankbar. Rundum dankbar. Weil er sich in diesen drei Wochen nie einmal ausgelaugt gefühlt hat.

Dann die Pause.

«Was war das gerade?»

Storytelling. Genauer: der erste Teil der Formel. Vergangenheit und Emotion.

Die Formel

Dennis macht live sichtbar, was wir in der Academy lehren.

Jede Geschichte hat eine Struktur: Ein Erlebnis aus der Vergangenheit mit einer echten Emotion darin. Daraus entsteht eine Erkenntnis, also ein Wert, der in dieser Situation sichtbar wurde. Aus diesem Wert folgt ein Wunsch. Und aus diesem Wunsch entstehen Fragen, die du deinem Gegenüber stellen kannst.

Das Faszinierende: Aus ein und derselben Geschichte lassen sich mehrere Abzweigungen nehmen.

Drei Werte, eine Geschichte

Dennis fragt sich, warum ihm die drei Wochen so gut getan haben. Die Antwort kommt in drei Schichten.

Tiefe. In früheren Gruppen liefen die Gespräche oberflächlich. Diesmal war das anders. Politik, Psychologie, Philosophie, der Sinn des Lebens. Echte Tiefe. Genau das hat ihm Energie gegeben, statt sie zu nehmen.

Freiraum. Er war in der Gruppe und trotzdem nie gefangen. Wer einen Tag für sich wollte, hat ihn sich genommen. Wer ans Meer wollte, ist ans Meer gegangen. Diese Freiheit, auch in einer engen Konstellation für sich selbst da zu sein, das hat den Unterschied gemacht.

Authentizität. Jede Person hat ehrlich kommuniziert, was sie will und was nicht. Keine versteckten Erwartungen, keine unterdrückten Wünsche. Alle konnten sich zeigen, wie sie wirklich sind. Daraus entstand eine Stimmung, die einfach funktioniert hat.

Drei Werte, neun Abzweigungen

Und jetzt wird es konkret.

Jeder dieser drei Werte lässt sich in drei völlig unterschiedliche Lebensbereiche übersetzen: Stellensuche, Beziehung, Sozialleben. Das ergibt neun mögliche Richtungen aus einer einzigen Geschichte.

Tiefe in der Stellensuche: «Ich wünsche mir einen Arbeitgeber, bei dem auch Raum für Menschlichkeit ist. Wo man am Mittagstisch über das Wochenende reden kann. Wo Tiefe in der Kommunikation nicht als Schwäche gilt, sondern als Stärke.»

Tiefe in der Beziehung: «Mir ist wichtig, dass wir uns gegenseitig unsere tiefsten Wünsche mitteilen. Dass wir uns verletzlich zeigen können. Dass wir uns wirklich kennenlernen.»

Freiraum in der Stellensuche: «Ich brauche die Möglichkeit, eigene Ideen zu entwickeln. Prozesse zu analysieren und zu verbessern. Nicht zu fest in vorgegebene Systeme eingezwängt zu werden.»

Authentizität in der Stellensuche: «Ich wünsche mir eine Firmenkultur, in der man ehrlich sagen kann, wenn etwas nicht stimmt. Wo man nicht drum herumredet.»

Und so weiter. Das Prinzip gilt für jeden Wert, jeden Lebensbereich.

Die Fragen, die alles öffnen

Nach dem Wunsch kommen die Fragen. Und hier wird das Gespräch erst richtig interessant.

Weil du nicht nur von dir erzählst. Du lädst dein Gegenüber ein, das Gleiche zu tun.

«Wie schaffst du es als Führungskraft, eine Kultur zu entwickeln, in der Menschen ehrlich miteinander reden?»

«Wie viel Freiraum brauchst du in einer Beziehung, damit du mit dir selbst verbunden bleibst?»

«Was hast du in der Vergangenheit erlebt, wo wirklich Tiefe mit einem Arbeitskollegen entstanden ist?»

Die Möglichkeiten sind grenzenlos. Du fragst, was dich wirklich interessiert. Das Gegenüber antwortet mit eigenen Geschichten, eigenen Werten, eigener Authentizität. Eine Verbindung entsteht.

Was dahintersteckt

Dennis bringt es auf den Punkt: Er hat das alles nicht auswendig gelernt. Es ist aus dem Moment entstanden, aus der echten Emotion hinter der Geschichte.

Genau das ist die eigentliche Botschaft.

Wenn du anfängst zu erzählen und wirklich spürst, was du erzählst, dann kommt die Botschaft an. Nicht weil du die richtigen Worte gewählt hast. Sondern weil du echt bist.

Das ist kein Trick. Es ist Vertrauen in die eigene Geschichte.

Was du mitnimmst

Aus einem einzigen Erlebnis aus der Vergangenheit lassen sich Werte sichtbar machen, die dir wichtig sind. Aus diesen Werten entstehen Wünsche, die du klar und konkret formulieren kannst. Aus diesen Wünschen entstehen Fragen, die dein Gegenüber zum Erzählen bringen.

Das funktioniert in Gesprächen im verdeckten Stellenmarkt. Es funktioniert in Beziehungen. Es funktioniert überall, wo echte Verbindung entstehen soll.

Und der Ausgangspunkt ist immer derselbe: eine Geschichte, die dir etwas bedeutet.

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