Die meisten von euch kennen Dimitri. Seine Stimme, seine Shows, seine Überzeugung, dass der Schweizer Arbeitsmarkt anders funktioniert, als HR-Abteilungen uns weismachen wollen.
Aber wer steckt hinter den Kulissen?
Am letzten Inspiration Day haben wir Jesse Vogt zum ersten Mal auf die Bühne geholt. Jesse ist der Mann, der unsere Akademie am Laufen hält. Er baut die Systeme, schaltet die Anzeigen und schaut jeden Tag auf die Zahlen. Ein seltenes Gespräch über eine Partnerschaft, die 2020 begann und die jetzt an einem echten Tipping-Point steht.
Wie unsere Zusammenarbeit wirklich begann
Jesse ist kein Ja-Sager. Das war von Anfang an so.
«Du bist mit diversen Ideen auf mich zugekommen», sagt er zu Dimitri. «Vom absoluten Bodensatz bis zum finalen Ergebnis.» Erst als Jesse in einer dieser Ideen etwas erkannte, das über reines Business hinausging, war er wirklich dabei.
«Erst in dem Moment, wo ich gespürt habe, der Dimi muss den Menschen etwas mitgeben, der muss die Welt irgendwie besser machen, konnte ich sagen: That’s it, jetzt machen wir es.»
Jesse hat zuvor Unternehmen mitgegründet. Er weiss, wie sich ein holpriger Start anfühlt. Und er weiss: Wenn die Passion fehlt, hält man es nicht durch. Genau das hat ihn überzeugt.
Warum uns diese Mission antreibt
Zwei Dinge treiben Jesse im Leben an: Freiheit und Selbstbestimmung.
Und genau da liegt für ihn die Verbindung zu dem, was wir tun.
«Wir geben den Menschen bei der Jobsuche ihre Selbstbestimmung zurück. Das ist der grösste Unterschied zwischen offenem Stellenmarkt und verdecktem Stellenmarkt.»
Offen bewerben bedeutet: abhängig sein von HR, von Standardprozessen, von einem System, das für dich entscheidet. Verdeckt bewerben bedeutet: selbst wählen. Selbst bestimmen, welches Unternehmen, welche Stelle, welcher Chef zu dir passt.
Das ist keine Karrierestrategie. Es ist eine Haltung zum Leben.
Was sich bei Dimitri in fünf Jahren verändert hat
Jesse ist direkt. Das ist kein Stilmittel, das ist seine Persönlichkeit. Und genau diese Direktheit hat Dimitri gebraucht.
«Du bist einfach ein People Pleaser», sagt Jesse. Kein Weichspülen.
Ein Satz, den Dimitri damals aufgezeichnet hat und sich eine Zeit lang jeden Morgen wieder angehört hat: «Dimi, ganz ehrlich, du musst dein Helfer-Syndrom loslassen. Das kannst du haben, wenn du Sozialarbeiter bist. Aber nicht als Coach und Unternehmer.»
Harte Worte. Und genau die richtigen.
Ein Coach, der nur sagt, was die Leute hören wollen, bringt sie nicht weiter. Das Wachstum, das persönliche wie das unternehmerische, kam mit der Bereitschaft, Klartext zu reden. Das spürt ihr heute in der Art, wie Dimitri coacht.
Wo wir gerade stehen
Die Zahlen sprechen für sich.
Seit dem letzten Inspiration Day vor drei Monaten haben sich unsere Teilnehmerzahlen fast verdoppelt. Doppelt so viele Anmeldungen für die Bewusst BeWerben-Show, doppelt so viele Erstgespräche. Jesse sagt es unverblümt: «Das Team ist eigentlich zu klein für das, was wir gerade machen. Da sind wir am Limit.»
Gleichzeitig wächst unsere Reichweite in der Schweiz so stark, dass wir bald kaum jemanden erreichen, der aktiv auf Jobsuche ist und uns noch nie gesehen hat. Zwei-, dreimal täglich im Feed. Mit Botschaften wie: «Mit 50 gehörst du noch nicht aufs Abstellgleis.»
Ein konkretes Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Letzte Woche hat uns ein Teilnehmer geschrieben, dass sein RAV-Berater ihn gezielt zu uns geschickt hat. Wenn staatliche Stellen uns als ersten Anlaufpunkt weiterempfehlen, sagt das einiges.
KI und der Faktor Mensch
Das Thema KI lässt sich nicht ausblenden. Auch nicht bei uns.
Jesse sagt es ohne Beschönigung: «Ganz viele Branchen, vor allem Spezialistenjobs, können sehr schnell von einer KI ersetzt werden.»
Aber er sieht auch den Ausweg. Und er klingt paradox, vor allem für eine Generation, der man jahrzehntelang das Gegenteil gepredigt hat:
Werde Generalist.
«So kontraintuitiv das klingt nach 40 Jahren, in denen es hiess, du musst Spezialist sein, es ist der einzige Weg.» Wer vernetzt denkt, das grosse Ganze sieht und nicht nur im spezialisierten Detail steckt, bleibt relevant. Denn genau diese Details kann ein KI-Modell morgen schon besser.
Und der Faktor Mensch? Den kann kein Modell replizieren.
«Eine KI wird immer Durchschnitt sein. Die Top-Leute sind besser, in den meisten Bereichen, noch.»
Das ist übrigens auch der Kern von dem, was wir täglich tun: Wir helfen euch, nicht als durchschnittliche Bewerbung aufzutreten, sondern als Mensch.
Was als Nächstes kommt
Wir stehen nicht still.
Wir haben gerade ein grosses Update für die Akademie ausgerollt. Neue Struktur, bessere Ladezeiten, überarbeitetes Design. Es ist noch nicht perfekt. Wer Fehler findet, darf sie gerne melden.
Und dann kommen KI-Tools. Echte, nützliche.
Zuerst: ein KI-Assistent für Gesprächsanfragen. Intelligent, nicht vollautomatisiert. Der Faktor Mensch bleibt zentral.
In absehbarer Zeit folgen Gesprächssimulationen. Eine KI, die redet, Stimme hat, sich echt anfühlt, damit du ein wichtiges Gespräch trainieren kannst, bevor du nervös ins erste gehst.
Unsere Vision für die Schweiz
Am Ende ist es keine Frage des Umsatzes.
Jesse bringt es auf den Punkt: «Wenn wir das 200’000-mal in der Schweiz machen, ist die ganze Schweiz davon berührt.»
Nicht jede Person wird in ein Coaching kommen. Aber jede, die einmal unsere Botschaft sieht, die erfährt, dass sie Optionen hat, dass sie nicht aussortiert ist, dass es einen anderen Weg gibt, die nimmt etwas mit. Etwas, das Wochen, Monate, manchmal Jahre wirkt.
Das ist der Impact, den wir anstreben. Nicht Reichweite um der Reichweite willen. Sondern eine Schweiz, in der mehr Menschen wissen: Der Weg, den HR dir zeigt, ist nicht der einzige.
Möchtest du verstehen, wie der verdeckte Stellenmarkt für dich funktioniert? Melde dich für die nächste Bewusst BeWerben-Show an, kostenlos, live, jeden Mittwoch.