Raubt dir dein Jahrgang die Chance auf den Traumjob?

Eben diese Lebenslust und Lebensfreude kann das Unternehmen davon überzeugen, dass du auch mit über 50 Jahren eine so tiefe Sinnhaftigkeit in deiner Arbeit und deinem Dasein siehst, dass du garantiert bis zur Rente engagierte Diensten leisten und Mehrwert bringen wirst.

Dimitri Lätt

Zu alt für den Arbeitsmarkt? Eine polarisierende Fragestellung, die nicht nur die Jobsuchenden ab 50, sondern auch bereits jüngere Arbeitnehmer in ängstlicher Erwartung an die Zukunft nachdenklich macht.

Meine Einstellung zu dieser Thematik ist als eher ungewöhnlich zu beschreiben und regt dich womöglich zum nachdenken an. In einem neuen und innovativen Denkansatz sehe ich den Schlüssel, um einer späten Phase der Arbeitssuche eine positive Wendung zu verleihen – auch bei der Jobsuche ab 50plus!

Was ist «Alter» überhaupt?

Zur Beantwortung dieser Frage stütze ich mich auf den wertvollen Beitrag des Psychiaters Prof. Dr. Michael Lehofer. Sein äusserst spannendes und informatives Interview ist nachzulesen unter https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/alter-ist-eine-illusion/

So erklärt er in diesem Beitrag, dass sowohl das Alter als auch das Älterwerden nichts weiter als eine Illusion des menschlichen Gehirns und ein Konstrukt unserer Gesellschaft ist.  

Wenn es sich also um reine Einstellungssache handelt, warum ist es für uns dann so schwierig, zur «älteren Generation» zu gehören? 

Aus der Perspektive von Prof. Dr. Lehofer entsteht das aus folgendem Grund:

Da das Älterwerden ab einem bestimmten Punkt vermeintlich keine Vorteile mehr mit sich bringt – eher im Gegenteil sogar – möchten viele Menschen jung sein und jung wirken. Während Kinder immer häufiger im Mittelpunkt stehen, befinden sich laut Prof. Dr. Lehofer  60-Jährige hingegen nicht selten in einer Form der «Dauerpubertät», um dynamischer und jünger zu wirken und Aufmerksamkeit zu erhalten.

Erwachsene in der «Dauerpubertät»?

Prof. Dr. Lehofer beschreibt, dass mit dem Alter die Weisheit des Menschen zunimmt. Grund hierfür ist, dass sich die Weisheit aus der Fähigkeit entwickelt, traumatisierendes zu verarbeiten. 

Gemeinsam mit der Lebenserfahrung bildet sich also die Weisheit, diese innere Reife um mit Problemsituationen gekonnt umzugehen

Das hört sich zunächst gar nicht schlecht an: In unserer heutigen Wissenskultur jedoch, wurde dieses Gut der Weisheit regelrecht durch Information – also Wissen – ersetzt. Da das Schulwissen aber bereits nach wenigen Jahren an Aktualität verliert ist es aus meiner Sicht sinnlos,, sich im Alter über sein Wissen oder die Berufserfahrung definieren zu wollen. Die Folgen zeigen sich mir nämlich immer wieder bei Betroffenen: ie anhaltende Zurückweisung im Bewerbungsprozess resultiert in einem gekränkten  Selbstwert und endet nicht selten in der Verbitterung und der Resignation.

Als Ergebnis dieser Zurückweisung und anderen unverarbeiteten Verletzungen verwehrt eben diese Verbitterung vielen älteren Menschen das kostbare Gut der Weisheit und Gelassenheit. Stattdessen beginnen sie einen Kampf um die Integrierung der über 50-Jährigen in die Arbeitswelt – ungeachtet der Tatsache, dass ausschließlich ihr eigener niedriger Selbstwert ihnen das Gefühl von Ausschluss vermittelt. 

Anstatt dich bei der Jobsuche 50+ auf den Faktor «Wissen» einzuschießen, solltest du dir also über diese besondere Fähigkeit bewusst werden, die deine junge Konkurrenz nicht zu bieten hat: Und zwar die Weisheit. 

Der Gedanke zum Erfolg

Warum entscheidet sich ein Unternehmen für dich – bei der Jobsuche über 50 – obwohl du teurer und vielleicht weniger dynamisch als junge Berufseinsteiger bist? 

Dies ist die alles entscheidende Frage und ess liegt in deinen Händen, diese Frage zu beantworten! Ein Großteil der Arbeitssuchenden orientiert sich an ihrer «langjährigen Erfahrung» als Hauptargument. Erfahrung kann jedoch kein überzeugender Grund sein, wenn sie auf Jahre altem Wissen gründet.

Deine Wunderwaffe hingegen ist die Weisheit und sie setzt sich aus Eigenschaften wie «Gelassenheit», «Freude» und «Heiterkeit» zusammen. 

Eben diese Lebenslust und Lebensfreude kann das Unternehmen davon überzeugen, dass du auch mit über 50 Jahren eine so tiefe Sinnhaftigkeit in deiner Arbeit und deinem Dasein siehst, dass du garantiert bis zur Rente engagierte Dienste leisten und Mehrwert bringen wirst. 

Jeder ist seines Glückes Schmied

Setz’ die Brille der Verbitterung ab und finde in deinen Selbst-Wert! Dies ist deine eigene Aufgabe und dafür gebe ich dir folgende Tipps mit auf den Weg:

  1. Lass deine Traumata hinter dir, um die bei der Jobsuche über 50 so unabdingbare Weisheit leben zu können. (Hole dir dafür nötigenfalls Hilfe.)
  1. Gib nicht der Wirtschaft die Schuld, sondern suche die Lösung bei dir selbst. Du bist der Schöpfer deines Lebens.
  1. Nimm dich in Acht vor jammernden Menschen. Sie rauben dir Lebensfreude, Kraft, Gelassenheit und Zuversicht.
  1. Hör auf verbittert und verbissen für die Integration des «Ü50-Clubs» zu kämpfen, denn dafür stellt eine Firma dich nicht ein. Ändere stattdessen deine Einstellung zum Alter. Je älter du wirst, umso grösser ist das Potenzial deines Selbstbewusstseinsund umso mehr Gründe gibt es, dich einzustellen.

Es ist deine ehrliche Gelassenheit, die dir mit Leichtigkeit zu einer neuen Stelle verhilft.

Ob du es glaubst oder nicht – es wechseln täglich Mitarbeiter über 50 die Stelle in eine neue, spannende Herausforderung. Wenn die das können, dann geht das bei dir auch.

Setze dir jetzt deinen neuen Rahmen, denn dort draußen erwartet dich etwas Großes. Es gibt so viele Menschen, die auf ihrem Karrierehöhepunkt bereits über 50 waren – dir kann es ebenso ergehen.

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